Raskolnikow

Raskolnikow



Separator

Stummfilm mit engl. Zwischentitel 

Kann ein Mord gerechtfertigt sein? Der begabte Jurastudent Raskolnikow glaubt, dass er einer jener privilegierten Menschen sei, die für ihre ‚höheren´ Ziele andere töten dürfen. Halb aus Verzweiflung, halb aus Überzeugung begeht er einen zweifachen Mord. Doch schon bald nach der Tat muss Raskolnikow feststellen, dass er seinen Schuldgefühlen nicht gewachsen ist. 
Die glänzende Adaption von Dostojewskis Werk steht der psychologisch sehr fein nuancierten Romanvorlage in nichts nach. Als „Wunderwerk filmischer Kunst“ und „wuchtiges Freskogemälde“ feierte die zeitgenössische Kritik den Film (Homunculos, Reichsfilmblatt, Nr. 29, 21.7.1923). Raskolnikow, dessen Schauspieler dem Moskauer Künstlertheater entstammten, ist nach Das Cabinet des Dr. Caligari und Genuine Wienes dritter expressionistischer Film. Die Inszenierung vereint auf faszinierende Weise das naturalistische, milieugerechte Spiel des Stanislawski-Systems, das das russische Schauspieler-Ensemble um den Star Grigori Chmara mitbrachte, mit dem expressionistischen Bühnenbild des Russen Andrei Andreew. (Zeughauskino) 

Am Klavier begleitet Günter A. Buchwald den Film, der als einer der Pioniere der Stummfilm Renaissance gilt und im Oktober mit dem Baden-Württembergischen Ehrenfilmpreis 2021 ausgezeichnet wurde.


Regie: Robert Wiene, Drehbuch: Robert Wiene, nach dem Roman Schuld und Sühne von Fedor Dostoevskij  
Kamera: Willy Goldberger 
Deutschland 1923 
Am Flügel: Günter A. Buchwald 

 

In Kooperation mit dem Zwetajewa Zentrum für russische Kultur an der Universität Freiburg und dem Kommunalen Kino.

Es kommen die am Konzerttag geltenden Corona-Regelungen zur Anwendung.

 

 

single project Info