Raschèr Saxophone Quartet im Live Stream

Raschèr Saxophone Quartet im Live Stream



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Wunschkonzert

Am 25. März erwacht die Kultur im Freiburger Hof aus dem Winterschlaf und lädt das Publikum ein, sich virtuell zum Raschèr Saxophone Quartet in den Humboldtsaal zu gesellen. 

Seit der Gründung des Ensembles durch Sigurd Raschèr vor über 50 Jahren bilden Arrangements der Werke Johann Sebastian Bachs einen festen Ankerpunkt im Repertoire. Inspiriert von der Wandelbarkeit des Saxofonklangs und der stupenden Virtuosität des Ensembles haben zahlreiche Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts dem Quartett über 300 Werke gewidmet, die das zweite Standbein des Repertoires bilden.

Bis zum 15. März konnte das Publikum aus zwei Programmen auswählen, die beide den großen Bogen von Johann Sebastian Bach bis in die Gegenwart spannen. Es gab ein klares Votum für das folgende Programm:
 

J.S. Bach (1685-1750)
Auswahl aus dem Wohltemperierten Klavier 

Fazil Say (*1970)
Divorce in einer Bearbeitung von Andreas van Zoelen

Philip Glass (*1937) 
Concerto for Four Saxophones
Sätze I und IV

 

 

Raschèr Saxophone Quartet

Seit seiner Gründung 1969 trat das Rascher Saxophone Quartet regelmäßig in den bedeutendsten Konzertsälen der Vereinigten Staaten, Asiens und Europas auf. Die „Wiener Zeitung" nannte das Quartett die „ungekrönten Könige des Saxophons" und die „Welt" behauptete, ,,wenn es eine olympische Disziplin des virtuosen Bläserspiels gäbe, dann müsste das Rascher Saxophone Quartet aus den USA unbedingt eine Gold­medaille erhalten.

Das Ensemble setzt eine Tradition fort, die in den 30er Jahren von Sigurd Rascher, dem Pionier des klassi­schen Saxophons und Gründer des Quartetts, begonnen wurde. Er regte viele Komponisten an Stücke für ihn zu schreiben. In ganz ähnlicher Weise hat das Quartett über 350 Komponisten inspiriert ihm Werke zu widmen, u. a. Aha, Berio, Donatoni, Glass, Gubaidulina, Kagel, Kancheli, Sandström, Say und Xenakis. Diese Komponisten waren begeistert von der einmaligen homogenen Tonqualität, der Virtuosität und der dynami­schen Interpretation alter und neuer Musik der vier Musiker. 

Bezüglich ihrer Bachinterpretationen schrieb der Musikwissenschaftler Ulrich Dibelius, dass, wenn das Rascher Quartett Bach spielt, ,,die Musik eine seraphische Aura erhält- als hätten Orgel und Streichquartett sich miteinander vermischt." Zahlreiche Komponisten sind fasziniert von der Kombination der „Raschers" mit Orchester. Auch dafür wurden mehr als 40 neue Werke komponiert und mit namhaften Ensembles 
auf geführt. 

Nebst den zahlreichen Aufführungen des Rascher Quartetts und seiner Zusammenarbeit mit den weltweit führenden Orchestern, ist das Quartett mit vielen verschiedenen Instrumental und Gesangsformationen aufgetreten, wie dem Calmus Ensemble Leipzig, den BBC Singers, den Chören des WDR und des NDR, RIAS Kammerchor, dem schwedischen Rundfunkchor, sowie dem Estonian Chamber Choir. Berio, Sofia Gubaidu­lina, Tüür, Kancheli und Kagel sind nur einige der klangvollen Namen auf der Liste der Komponisten, die für diese Kombinationen ausdrücklich für das RSQ geschrieben haben. 
Über vierzig Werke sind inzwischen allein für Chor und Saxophonquartett entstanden und spätestens seit der Uraufführung der „72 Angels" von Lera Auerbach mit dem Nederlands Kamerkoor unter der Leitung von Peter Dijkstra im Herbst 2016 in Amsterdam ist mit diesem abendfüllenden Werk, von sieben europäischen Chören in Auftrag gegeben, ein Meilenstein in diesem neuen Genre gesetzt worden. 

Das Raschèr Saxophone Quartet hat keine führende Stimme, sondern ist demokratisch organisiert. 

Christine Rall - Sopransaxophon

Elliot Riley - Altsaxophon

Andreas van Zoolen - Tenorsaxophon

Oscar Trompenaars - Baritonsaxophon

 

 

Foto (c) Felix Broede

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